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Was offiziell feststeht
Brandenburg startet mit so vielen Schülerinnen und Schülern wie seit 20 Jahren nicht mehr in ein Schuljahr. Nach Angaben des Bildungsministeriums lernen 2026/27 rund 324.400 Kinder und Jugendliche an 958 Schulen.
Zum Schuljahresbeginn wurden 704 Lehrkräfte neu eingestellt. Zugleich blieben 313 Vollzeitstellen unbesetzt. Das Ministerium beschreibt die Personaldecke selbst als dünn: Schon einzelne Ausfälle können Schulen vor spürbare Probleme stellen.
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Einstellungen und Personalstruktur
Bis Ende Juli wurden 1.253 Lehrkräfte unbefristet eingestellt oder entfristet. Zusätzlich kamen 1.093 befristete Beschäftigte in den Schuldienst. Unter allen unbefristeten Einstellungen waren 522 Seiteneinsteigende; ihr Anteil lag bei 43,5 Prozent.
Insgesamt starten nach Ministeriumsangaben 22.311 Lehrkräfte einschließlich sonstigem pädagogischen Personal. Der Anteil der Seiteneinsteigenden am Gesamtpersonal steigt auf 20,2 Prozent.
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Wo Qualität unter Druck gerät
Schulen sollen den Kernunterricht priorisieren. Wenn Personal fehlt, können zusätzliche Angebote reduziert werden – darunter Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht, gemeinsames Lernen und Bestandteile des Ganztags.
Damit geht es nicht nur um ausgefallene Stunden. Entscheidend ist auch, welche Förderung, individuelle Unterstützung und pädagogische Vielfalt im Alltag tatsächlich ankommen. Gerade diese weniger sichtbaren Einschränkungen können Bildungswege langfristig beeinflussen.
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Der veröffentlichte Maßstab des LER
Der Landeselternrat hat zwischen Januar und Juli 2026 wiederholt eine echte Lehrkräfteoffensive, verlässlichen Unterricht, transparente Daten, eine bedarfsgerechte Personalsteuerung und den Schutz funktionierender Schulstandorte gefordert.
Mit der Pressemitteilung vom 9. Juli kam die Forderung hinzu, Sicherheits- und Krisenkonzepte landesweit zu überprüfen. Unterrichtsqualität und Sicherheit werden damit als gemeinsamer staatlicher Verlässlichkeitsauftrag verstanden.
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Zusätzliche Stützen des Systems
Mehr als 400 Lehrkräfte wechselten nach Angaben des MBJS freiwillig ganz oder teilweise an Schulen mit besonderem Personalbedarf. Für kurzfristige Vertretung stehen 2026 rund 11,1 Millionen Euro bereit.
Rund 830 Lehramtsstudierende unterstützen als Lernassistenzen 334 Schulen; das Programm verfügt 2026 über 3,6 Millionen Euro. Das Freiwillige Soziale Jahr an Schulen wird mit rund 1,4 Millionen Euro und 180 Plätzen fortgeführt.
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Was sich fachlich verändert
Erstmals werden ergänzende Onlinekurse in Französisch, Latein, Geografie, Politischer Bildung, Psychologie und Philosophie angeboten. Die Kurse der gymnasialen Oberstufe sind auf jeweils 15 Plätze begrenzt.
Mehr als 220 Schulen beteiligen sich freiwillig am Leseband. Ab 2027/28 soll es an allen Grundschulen verbindlich werden; ein Rechenband soll 2027/28 freiwillig und 2028/29 verbindlich starten.
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Was Eltern jetzt dokumentieren können
Einzelmeldungen werden vergleichbar, wenn sie konkret sind. Hilfreich sind vier Angaben:
- Welche Unterrichtsstunden oder zusätzlichen Angebote sind betroffen?
- Wie häufig und über welchen Zeitraum tritt die Einschränkung auf?
- Welche Folgen hat sie für Förderung, Teilhabe, Abschlussvorbereitung oder Betreuung?
- Welche Lösung hat die Schule, der Schulträger oder das Schulamt bereits angeboten?
Hinweis: Hinweise können über „Anliegen einreichen“ an den LER gegeben werden. Personenbezogene Daten von Kindern gehören nicht in eine öffentliche Darstellung.
