Gosen-Neu Zittau · Anteilnahme und Auftrag

Nach der Gewalttat: Schulen müssen sichere Orte sein

Der Landeselternrat trauert mit den Angehörigen und Betroffenen. Zugleich erwartet er, dass notwendige Schutzmaßnahmen geprüft und Prävention, Intervention und Nachsorge verlässlich zusammengedacht werden.

Menschen im ruhigen Gespräch als Sinnbild für Anteilnahme, Unterstützung und gemeinsames Handeln
27.08.2026Tag der Gewalttat
2getötete Menschen
mehrtägigpsychologische Unterstützung vor Ort

Mehr zum Thema

Position, Fakten und Beteiligung

LER-PositionFriedenszone Schule

Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, bekannte Hilfeketten und Deeskalationskompetenz gehören dauerhaft in den Schulalltag.

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ArbeitsstandGewaltprävention wird weiter beraten

Die zuständige Arbeitsgruppe bündelt derzeit Prävention, Intervention, Beteiligung und Nachsorge. Es liegt noch keine neue Beschlusslage des LER vor.

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ThemaSchule als sicherer Lernort

Sicherheit, Unterstützung und verlässlicher Unterricht werden als gemeinsamer Bildungsauftrag betrachtet.

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ElternwissenZuständigkeiten kennen

Schule, Schulträger, Schulaufsicht, Jugendhilfe und Polizei tragen unterschiedliche Teile von Schutz und Krisenhilfe.

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Anteilnahme und Zurückhaltung

Bei der Gewalttat auf dem Schulcampus in Gosen-Neu Zittau wurden am 27. August zwei Menschen getötet. Die Gedanken des Landeselternrates sind bei den Angehörigen, Freundinnen und Freunden, den Mitschülerinnen und Mitschülern, den Beschäftigten und allen Menschen, die das Geschehen unmittelbar erleben mussten.

Wo Menschen trauern und Ermittlungen noch laufen, sind Spekulationen fehl am Platz. Betroffene brauchen Schutz, Ruhe und professionelle Begleitung.

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Was der Landeselternrat öffentlich erklärt hat

Der Landeselternrat erwartet, dass konsequent geprüft wird, welche Maßnahmen notwendig sind, damit Schulen sichere Orte bleiben. Eltern müssen ihre Kinder morgens ohne Angst und ohne schlechtes Gewissen in die Schule schicken können.

Die Erklärung wurde am Tag der Tat von regionalen und überregionalen Medien aufgegriffen. Damit wurde die Elternperspektive Teil der öffentlichen Debatte, ohne den laufenden Ermittlungen vorzugreifen.

Bildung muss an Schulen oberste Priorität haben – nicht Angst und nicht Gewalt.

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Welche Unterstützung vor Ort bestätigt wurde

Das Staatliche Schulamt Frankfurt (Oder) stellte gemeinsam mit schulpsychologischen Fachkräften ein Notfallteam bereit. Hinzu kamen Notfallseelsorge und Unterstützung der Unfallkasse. Der reguläre Unterricht wurde zunächst ausgesetzt; Begleitung und Betreuung sollten auch in der folgenden Woche fortgesetzt werden.

Diese akute Hilfe ist notwendig. Ebenso wichtig ist, dass Kinder, Jugendliche, Familien und Beschäftigte auch nach der ersten öffentlichen Aufmerksamkeit erreichbare Ansprechpersonen behalten.

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Vom Ereignis zur strukturellen Arbeit

Der LER hat bereits im Dezember 2025 mit der Forderung nach einer Friedenszone Schule mehr Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, sozialpädagogische Angebote, bekannte Hilfeketten und Deeskalationskompetenz verlangt.

Eine Arbeitsgruppe berät derzeit eine weitergehende Vorlage zu Prävention, Intervention, Schutzkonzepten, Fortbildungen, Beteiligung und langfristiger Nachsorge. Dieser Text ist ein Arbeitsstand und noch kein Beschluss des Landeselternrates. Die Beratung wird transparent vom späteren Beschluss getrennt.

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Medienecho und weiterer Weg

Tagesschau und rbb24 berichteten über die Erwartung des Landeselternrates, notwendige Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Die Märkische Allgemeine griff die Erklärung und die Aussagen des LER-Sprechers Matthias Knoll ausführlich auf.

Der nächste Schritt ist nicht eine schnelle Symbolmaßnahme, sondern eine fachlich belastbare Beratung: Was wirkt vorbeugend, welche Wege greifen im Ernstfall und wie werden Betroffene langfristig begleitet? Diese Fragen gehören in die Arbeitsgruppen und in die nächste Sitzung des LER.

Quellen & Dokumente

Polizei Brandenburg · Gewalttat an einer Schule, 27.08.2026MBJS · Notfallteam und Unterstützung, 27.08.2026MBJS · Volle Unterstützung für Betroffene, 28.08.2026Tagesschau / rbb24 · LER fordert Prüfung von SicherheitsmaßnahmenMärkische Allgemeine · Eltern: Prüfen, ob Schulen sichere Orte sind