01
Bildung ist eine zentrale Pflichtaufgabe
Der LER fordert, bei Haushalts- und Koalitionsentscheidungen den politischen Schwerpunkt konsequent auf Schulbildung zu legen. Gute Schulbildung wird als verbrieftes Recht der Kinder und als zentrale Pflichtaufgabe des Landes beschrieben.
Daraus folgt aus Sicht des LER: frei werdende Stellen müssen nachbesetzt, Stellenstreichungen zurückgenommen und der Bildungsetat nachhaltig gestärkt werden.
02
Unterricht, Unterstützung und sichere Schulen
Mehr Lehrkräfte allein reichen nach der Pressemitteilung nicht aus. Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik, Schulpsychologie, Schulgesundheitsfachkräfte und weitere Professionen sollen flächendeckend an allen Schulen verfügbar und vollständig durch das Land finanziert werden.
Diese Unterstützung wird zugleich mit dem Schutz vor Gewalt, mit Prävention und mit einem angstfreien Lernumfeld verbunden.
03
Grundkompetenzen, Inklusion und digitale Bildung
Sprachliche und mathematische Basiskompetenzen, entschlackte Lehrpläne, lebenspraktische Kompetenzen und soziales Lernen bilden einen gemeinsamen Qualitätsauftrag. Inklusion soll echte Teilhabe ermöglichen und nicht durch unzureichende Ressourcen geschwächt werden.
Digitale Endgeräte, Lernplattformen, Schulcloud, Lernsoftware und notwendige Lizenzen sollen nach Forderung des LER zentral durch das Land finanziert werden, damit digitale Bildung nicht von der finanziellen Lage der Eltern abhängt.
04
Lernmittelfreiheit und Schulessen
Der LER zählt auch Arbeitshefte, Arbeitsblätter und Aufgabensammlungen zur Lernmittelfreiheit und fordert die Abschaffung privater Eigenanteile. Ein warmes Mittagessen wird als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit verstanden; das Land soll Kommunen bei einem kostenfreien Angebot unterstützen.
05
Regionale Verantwortung bei Schulwegen
Für das Flächenland Brandenburg fordert der LER klare Grenzen für zumutbare Schulwege. Lange Wege dürfen Bildungschancen und soziale Teilhabe nicht verschlechtern oder Haushaltskürzungen indirekt auf Familien verlagern.
Damit gehört die Frage nach der staatlichen Aufgabenerfüllung zwingend in die 18 Kreis- und Stadtprofile: Schulstandorte, Beförderung, Erreichbarkeit und Angebotsdichte müssen regional betrachtet werden.
06
Elternmitwirkung darf nicht geschwächt werden
Die Entlastung von Lehrkräften wird unterstützt, darf aber nicht zu weniger Elternbeteiligung führen. Eltern sollen weiterhin aktiv in schulische Prozesse eingebunden bleiben und nachvollziehen können, welche politischen Zusagen tatsächlich umgesetzt werden.