01
Wie das Verfahren funktioniert
Die Schule stellt ein Budget von mindestens 3.000 Euro bereit. Schülerinnen und Schüler sammeln Ideen, prüfen ihre Umsetzbarkeit, stellen Vorschläge vor und entscheiden in einer schulweiten Abstimmung über die Verwendung.
Ein freiwilliges Planungsteam organisiert den Prozess eigenständig. Eine feste Begleitperson aus Schule, Schulsozialarbeit oder Betreuung unterstützt, ohne die Entscheidungen zu übernehmen.
02
Warum ein echtes Budget entscheidend ist
Beteiligung bleibt abstrakt, wenn Wünsche ohne Folgen gesammelt werden. Ein verbindliches Budget schafft einen realen Entscheidungsraum und zwingt zu Abwägung, Priorisierung und Transparenz.
Kinder und Jugendliche erleben dabei den vollständigen demokratischen Prozess: Anliegen formulieren, Mitstreitende gewinnen, Regeln vereinbaren, abstimmen und die Umsetzung kontrollieren.
03
Der Brandenburger Programmrahmen
Die Servicestelle Jugendbeteiligung setzt das Verfahren seit 2022 in Brandenburg um. Im Vorjahr begleitete sie nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 150 Schulen.
Für Schulen im Startchancen-Programm kann das Budget aus dem Chancenbudget der zweiten Programmsäule stammen. Auch andere Schulen können teilnehmen, wenn sie eine Finanzierung sichern; Beratung zu Möglichkeiten wird angeboten.
04
Bewerbungsfrist vorbei – Modell bleibt relevant
Die Bewerbungsfrist für den Durchgang 2026/27 endete am 31. Mai 2026. Die Meldung wird deshalb nicht mehr als Aufruf geführt, sondern als dauerhaft nutzbares Beteiligungsmodell.
Für den nächsten Durchgang sollte die Website frühzeitig über neue Fristen informieren und Beispiele aus Brandenburger Schulen sammeln: Budgethöhe, Beteiligung, gewählte Projekte und tatsächliche Umsetzung.
